Alltag & Abschied

So, jetzt hab ich schon richtig viel über die besonderen Tage geschrieben, aber noch kaum was über den Alltag. Das müssen wir schleunigst nachholen!

Seit wir in Morogoro angekommen sind, haben wir einen ziemlich straffen Tagesrhythmus: Um halb sieben klingelt der Wecker. Dann heißt es schnell frühstücken und dann ab in die Morgenandacht. Die ist echt gar nicht so schlecht: Zum einen wird wirklich etwas Spannendes erzählt und man fühlt sich angesprochen, zum anderen bietet sie aber auch den etwas Schläfrigen (und dazu habe ich auch schon gehört) noch etwas Zeit zum Aufwachen. Besonders die Lieder, die wir singen, sind ziemlich cool: Fast alle sind auf eine Melodie gedichtet, die man auch aus deutschen Gesangbüchern kennt. Bei manchen hat man sogar den Inhalt so gut wie unverändert gelassen, in dem man den Text übersetzt hat. So fällt es gar nicht schwer mitzusingen, obwohl man angesichts der stimmlichen Überlegenheit der Lehrer uns gegenüber fast aufgeben möchte. Viele von ihnen können wirklich wahnsinnig gut singen! Viele müssen entweder zu jedem Lied aus dem Gesangbuch eine Zweitstimme kennen, oder sich aber (wahrscheinlicher und sogar noch beeindruckender) einfach schnell mal beim Singen eine ausdenken. So oder so, es macht richtig viel Spaß mit einzustimmen. Danach geht es dann in den Unterricht. Der findet draußen statt, so dass man die ganze Zeit den wunderschönen Blick auf die Berge genießen kann.

Die Gruppen, in denen wir lernen sollten, wurden am Anfang der zwei Wochen über einen Test bestimmt. Der sollte zeigen, wie weit man schon war und mit wem man dementsprechend zusammenpasste. Leider war kein einziger von uns in der Lage auch nur die Hälfte der im Test gestellten Aufgaben zu beantworten. Das war schon ein bisschen frustrierend für mich, weil ich im Vorfeld ja schon ein bisschen gelernt hatte. Im Nachhinein betrachtet bestand aber eigentlich gar kein Grund dazu: Ich war einfach zu faul gewesen, mir die Grammatik anzugucken und hatte stattdessen einfach so viele Vokabeln gelernt wie möglich. Bei dem Test ging es aber logischerweise weniger darum, was die Übersetzung zu „Tafelschwamm“ oder anderen ähnlich wichtigen Wörtern war (übrigens ist sie „futio“), sondern eher, wie viele Nominaklassen es gibt und was ihre Adjektvpräfixe sind.

Anstatt uns also nach unserem tatsächlichen Können einzuteilen, geschah das einfach danach, wie wir dieses selbst einschätzen. So kamen Melissa, Nele und ich in eine Dreiergruppe und waren damit natürlich überaus zufrieden. In den Stunden haben wir dann viel gelacht, die Geduld unseres Lehrers manchmal ganz schön strapaziert, aber auch wirklich einiges gelernt.

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Dreimal dürft ihr raten, wer Changuo ist

Unser „Mwalimu“, also Lehrer, heißt Changuo und ist echt ein klasse Typ. Das hat viele Gründe:

  1. Er hat uns die Angst vor der Grammatik genommen, die echt ziemlich simpel ist, wenn man das Grundprinzip einmal verstanden hat.
  2. Er hat eine Engelsgeduld, wenn wir zum siebten Mal in Folge nach einem Wort frage müssten, dass er uns fünf Minuten zuvor beigebracht hat. Das beste Beispiel dafür: Sein Name. Es hat ungelogen mindestens drei Tage gebraucht, bis ich mir den endlich merken und dann auch noch richtig aussprechen konnte. Er hat jedes Mal nur wieder gelacht und es mir noch einmal vorgesagt.
  3. Er bringt uns auch etwas über die tansanische Kultur bei. Passend zu den Themen aus dem Lehrbuch, dass wir durcharbeiten, bringt er Beispiele für Situationen, die in der tansanischen Kultur entstehen können und die man als Außenstehender nicht ohne weiteres versteht. Da geht es um Dinge wie Zeitgefühl, Bräuche und Religion, aber auch um bestimmtes Essen oder wann man ins Bett gehen sollte – in diesem Punkt gehen unsere Meinungen ein bisschen auseinander: Wer ist denn bitte schon um viertel vor zehn müde?
  4. Er sieht über all die kleinen Dinge hinweg, mit denen wir – meinst ausversehen – die Regeln der tansanischen Kultur missachten. Zum Beispiel wäre da mein Zeigefinger. Hier deutet man immer mit der ganzen Hand auf andere Menschen. Mit dem Finger zeigt man nur aus die Hunde. Wenn man das bei einer Person tut, wird das als Beleidigung und manchmal sogar als Aufforderung zum Kampf verstanden. Mein Problem ist nur, dass ich mir angewöhnt habe, meinen Finger zu heben, wenn ich grade voll die krasse Erkenntnis hatte – und das passiert im Unterricht schon mal von Zeit zu Zeit. Gefühlt fünfzig Mal habe ich also schon nickend auf Changuo gezeigt und mir eine Sekunde später die ganze Hand an die Stirn geschlagen. Er hat nur gelacht.
  5. Er macht pünktlich zu Pausen Schluss – davon könnten sich einige Lehrer in Deutschland ruhig mal etwas abschneiden! So kommen wir immer rechtzeitig zum Essen und damit ist das wichtigste ja schonmal gegeben!

Im Unterricht orientieren wir uns an einem Lehrbuch, das eigens von der Sprachschule verfasst wurde. Und zwar 1981! Es handelt sich deshalb eigentlich weniger um ein richtiges Buch, sondern um einen dicken Ordner mit maschinengeschriebenen Blättern. Manchmal stehen Wörter in dem Buch, von denen Changuo sagt, dass sie heute gar nicht mehr benutzt deren. Alles in allem kommen wir aber gut damit zurecht, obwohl es sogar auf Englisch verfasst ist. Somit konnte ich in den letzten zwei Wochen gleich an zwei Sprachen feilen.

Nach zwei Stunden Unterricht gibt es dann den ersten „Chai“, also dass, was man in Deutschland als Kaffeepause bezeichnen würde. Nur trinken die meisten hier statt dem Pulverkaffee, der zur Alternative steht, wirklich Tee. Am liebsten mit viel Milch und Zucker. Bei der Milch bin ich mir allerdings nicht ganz so sicher, ob sie diese Bezeichnung wirklich verdient. Es handelt sich nämlich um Milchpulver, das mit Wasser aufgekocht wird, und man schmeckt den Unterschied!

Nach der Pause habe ich immer schon das Gefühl, der anstrengendste Teil des Tages ist schon vorbei. Immerhin hat man schon die längste Unterrichtseinheit hinter sich gebracht und die Gefahr, von Mücken gestochen zu werden, ist mit der Morgenkühle verschwunden – Zeit, den Pulli aus- und die Sandalen anzuziehen! Bis zwölf gibt es nochmal Unterricht, dann Mittagessen. Ich habe das Gefühl, in den letzten zwei Wochen mehr Reis gegessen zu haben als im gesamten Jahr davor (kein Wunder eigentlich, wenn man den sonst eigentlich nur aus Sushiröllchen kennt). Soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, steht die tansanische Küche nicht gerade für Abwechslung. Aber das meiste was es gibt, schmeckt dafür wirklich gut. Vom Fleisch fallen werde ich hier ganz sicherlich nicht.

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Deltschi fühlt sich in der Ordnung unseres Zimmers pudel- (bzw. wal-) wohl

Nachdem wir uns erstmal ordentlich vollgefressen haben, rollen wir in unsere Zimmer, um erstmal zweieinhalb Stunden Mittagspause zu machen. Am Anfang der Pause nehme ich mir oft voll viel vor, zum Beispiel: Heute mache ich die Hausaufgaben (ja, die gibt es hier tatsächlich auch), dann schreibe ich noch diese oder jene wichtige Mail und dann wasche ich noch schnell. Am Ende der Pause bin ich dann froh und auch ziemlich zufrieden, wenn ich zumindest eine Aufgabe davon erledigt habe. Oft liegt man auch einfach nur auf seinem Bett (oder in meinem Fall eher auf Melissas, weil ich zu faul bin, mein Hochbett raufzuklettern) und starrt die Decke oder sein Handy an.

So oder so, nachdem dann die Pause mehr oder weniger produktiv verstrichen sind und wir auch die letzten anderthalb Stunden Unterricht hinter uns gebracht haben, haben wir den Rest des Tages frei. Die Zeit bis zum Abendessen kann man noch mit einigem Produktiven füllen, wenn man denn Lust hat. Zum Beispiel sind Nele, Melissa und ich in der ersten Woche noch drei Mal in die Stadt gefahren, um Wasser zu kaufen. Hier auf dem Campus ist das nämlich um ganze 500 Schilling (=20 Cent) teurer. Dann war es uns aber doch zu blöd, uns jedes Mal mit drei großen, vollgestopften Rucksäcken ins Dalla Dalla zu quetschen und außerdem haben wir auch diese Aktion immer den Nachmittags-Chai verpasst, obwohl der Magen es doch schon gewohnt ist, alle zwei Stunden Nachschub zu bekommen! So haben wir uns also doch schweren Herzens in Unkosten gestürzt, uns das Wasser hier gekauft und die gewonnene Zeit sinnvoll genutzt, zum Beispiel mit quatschen, Spaziergängen, Karten spielen oder das WLAN hier ein paar letzte Stunden lang genießen.

Nach dem Abendessen um 18 Uhr (dreimal dürft ihr raten, was es da so gibt), ist es schon stockfinster und man hat eigentlich das Gefühl, dass man sofort schlafen gehen könnte. Damm ist aber immer doch noch was los. Oft haben wir einfach zusammengesessen, gequatscht und Karten gespielt. Ich habe hier übrigens ein neues Spiel gelernt: Binokle. Es kommt (wie die, die mir das Speil beigebracht haben) aus Schwaben und hat ein bisschen was von Doppelkopf, allerdings mit für das ganze Spiel festgelegten Zweierpaaren und Reizen. Einen Abend haben wir das wirklich bis tief in die Nacht gespielt und uns zwischendrin über Gott und die Welt und alles andere unterhalten. Es ist echt cool, zu wissen, dass man auch hier nicht völlig alleine auf der Welt ist. Zusätzlich zu den Menschen, die ich hoffentlich ganz bald auf meiner Einsatzstelle kennenlernen werde, gibt es auch solche, die ähnliche Abenteuer, Probleme und Freuden erleben werden wie ich und mit denen man sich schon deshalb gut unterhalten kann.

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Noch ist die Küche leer. Aber nicht mehr lange!

Am Donnerstag hatten wir ein ganz besonderes Programm: Wie ich schon geschrieben habe, wurden wir in die tansanischen Kochkünste eingeführt. Zusammen mit unseren Lehrern wurden wir in Gruppen eingeteilt, die verschiedene Aufgaben in der Küche erledigen sollten. Herauskommen sollte m Ende ein Festmahl, das wir anlässlich unserer „Graduation“, die am Abend stattfinden sollte, verspeisen wollten.

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Beim Fischeköpfen wird man leicht müde. Es hat irgendwie was Entspannendes…

Mareike und ich waren an sich für die Kochbananen verantwortlich, aber damit habe ich kaum eine Viertelstunde zugebracht. Das hat allerdings für einen Schnitt in den Daumen gereicht. Man kann Kochbananen nämlich nicht einfach mal so mit der Hand schälen, dafür klebt die Schale viel zu fest am Fruchtfleisch. Stattdessen benutzt man eben ein Messer, mit dem man die Bananen (im Idealfall ohne Finger) der Länge nach einschlitzt. Nach dem ich dieses Prinzip einmal verstanden hatte, ging die Arbeit ziemlich schnell voran.

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Hier sehen Sie das Material für Pommes für 40 Personen

So konnte ich auch noch bei anderen Gruppen mithelfen: Ich habe Kartoffeln geschält (davon gab es etwa eine halbe Badewanne voll), das Fruchtfleisch der Kokosnüsse kleingerieben, Schaschlik Spieße aufgespießt (dabei hat sich ausnahmsweise mal jemand anders in den Finger gestochen) und dann noch winzig kleinen Fischen die Köpfe abgerissen (eine erstaunlich befriedigende Arbeit). Das beste aber: Es gab Karotten! Als ich die gesehen habe, konnte ich einfach nicht widerstehen. Statt zum Tee Erdnüsse zu essen, wie es eigentlich vorgesehen war, hab ich mir einfach ein paar von denen geschnappt. Es war ein wahrer Genuss! Die etwas irritierten Blicke des Küchenpersonals habe ich dafür gerne in Kauf genommen.

Am Abend waren die Tische dekoriert und das Buffet bog sich unter einer gefühlten Tonne von Köstlichkeiten. Wir haben echt einiges probiert, was noch bisher noch nicht kannte, zum Beispiel die gegrillten Kochbananen, die kleinen geköpften Fische, eine seltsame geriebene Pflanze (von der muss ich unbedingt den Namen noch erfahren – die war echt lecker!), Pilau (speziell gewürzter Reis), aber auch verschiedene Salate. Mein Favorit sind aber momentan die Chapati. Das sind im Grunde Pfannkuchen, aber ganz dünn und wahrscheinlich in tierisch viel Fett gebraten. Mega lecker! Das werde ich auf jeden Fall versuchen, mal nachzubacken… falls ich eine Pfanne haben sollte.

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Essen fassen!

Nach dem Essen kam dann die große Verleihung der Urkunden. Eigentlich war das Ganze ja mehr ein Witz und nichts wirklich Wichtiges, aber es kam trotzdem richtig Stimmung auf! Die Lehrer haben einen Halbkreis gebildet und man musste jeden einzelnen abklatschen. Alle haben gejubelt und manche haben mich sogar – ganz entgegen der tansanischen Gepflogenheiten – umarmt. Da war es dann auch egal, dass auf meiner Urkunde statt Carla „Clara Ackermann“ stand. Ich hab dann am nächsten Morgen sogar noch einmal eine mit meinem richtigen Namen bekommen. Jetzt hab ich also zwei, falls jemand Interesse haben sollte J

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Das Festmahl

Dann haben wir noch etwas richtig Lustiges herausgefunden: Die letzten Tage hab ich viel mit zwei sehr netten Freiwilligen der Nordkirche, Clara und Helena unternommen. Sie kommen beide aus der Nähe von Hamburg, Ich hatte also mal kurz nebenbei erwähnt, dass ich auch mal da in der Gegend gewohnt habe, aber wir haben einfach nicht geschaltet.

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Fast so gut wie Abitur: Zwei Wochen Sprachkurs! Das sind: Rachel, Helena, Annika, Carla  (von links nach rechts) und Clara ganz unten (Blog der Hamburger & Annika)

 

Nach dem Essen am Donnerstag haben wir dann aber rausgefunden, dass Helena 7 Minuten mit dem Fahrrad von Schenefeld entfernt gewohnt hat und auf das gleiche Gymnasium wie meine beste Grundschulfreundin, Kaja, befreundet ist. Bis wir das gecheckt haben, sind einfach mal zwei Wochen vergangen! Kaja hatte mir sogar erzählt, dass eine gute Freundin von ihr auch nach Tansania geht, aber darauf wäre ich von alleine wirklich nie gekommen. Wir haben den ganzen Abend quasi nur noch gelacht. Wie klein die Welt doch ist!

Am Freitag hatten wir dann unsere letzte Swahili-Stunde. Das war schon ein bisschen traurig. Schließlich mussten wir uns von Changuo verabschieden und außerdem würden Nele und Melissa am nächsten Tag fahren und unsere Dreierclique damit ausgelöst. Zum Glück blieb nicht besonders viel Zeit für rührselige Momente. Schließlich musste noch einiges gepackt und organisiert werden. Und dann ist noch was Krasses passiert: Ich habe eine Zusage für mein Medizinstudium bekommen! Beim ersten Mal! Und es ist sogar ein Modellstudiengang geworden! In Düsseldorf. Wenn ich will, ist also alles schon geritzt. Jetzt muss ich mir nur noch mal herausfinden, ob ich das denn auch wirklich durchziehen will. Momentan habe ich ein gutes Gefühl dabei, aber bis dahin geht ja noch ein bisschen Wasser den Berg runter. Wir werden sehen.

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Helena und ich im Finstern.

Unseren letzten Abend als komplette Gruppe wollten wir dann noch einmal gehörig feiern. Zusammen mit ein paar Lehrern sind wir also in eine Bar, das „Samaki“ (=Fisch) gegangen. Diesmal war ich schlauer und hab das tansanische Zeitgefühl miteingerechnet. Statt um neun, wie es verabredet war, kam ich eine gute Stunde später zum Treffpunkt. Dann hat es auch nur noch eine weiter halbe Stunde gedauert, bis der Wagen dann da war und wir (diesmal nur mit schlappen 14 Personen an Bord) losfahren konnten. Der Abend war richtig gut. Diesmal war die Musik noch besser zum Tanzen geeignet und so haben wir echt eine coole Zeit gehabt.

 

 

 

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Unser letzes Dreierfoto (schnüff)

Tja, und heute war dann auch schon der letzte Tag in Morogoro. Früh morgens haben wir erstmal die ersten Abreisenden verabschiedet, darunter auch Melissa und Nele. Es ist schon ein bisschen komisch, dass wir jetzt getrennt sind. Aber keine Sorge, Leute! Ich komme euch ganz bald besuchen. Schließlich locken der Backofen und die Waschmaschine 😉

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Stürmt den Laden!

Am Vormittag sind wir dann noch ein letztes Mal in die Stadt gefahren. Natürlich mal weder im Kofferraum eines Autos. Wenn ich zurück nach Deutschland komme, werde ich wahrscheinlich nicht mehr wissen, was ein Autositz, geschweige denn ein Anschnaller ist. In der Stadt ging es dann schnurstracks in den Tuchladen. Wie vorauszusehen war, sind wir mal wieder fündig geworden. So komme ich jetzt mit einem Kitenge aus Dar es Salaam, einem Massaituch vom Kuhmarkt, einem Kanga aus Morogoro und einem ebenfalls dort ansässigen Kikoy nach Mbeya. Laut Heinke lässt es sich auch dort wundervoll einkaufen. Na ganz toll.

Nach dem Großeinkauf hatten wir alle Hunger. Zum Glück kannte Esther ein Restaurant, in dem es sogar Pizza gab. Voller Erwartung saßen wir alle an den Tischen. Zwei Stunden lang. Es hat sich aber wirklich gelohnt. Die Pizzen waren riesig und mit richtigem Käse und mein Tomate-Mozzarella Salat mit Buscetta einfach göttlich, vor allem nachdem mein Gaumen sich die letzten zwei Wochen schon an „Reis mit Scheiß“ gewöhnt hatte.

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Das haben wir uns nach dem langen Warten auch wirklich verdient. Die weiter hinten mussten allerdings noch 30 Minuten länger warten…

Pünktlich zum Chai waren wir wieder auf dem Campus. Dann ging es erstmal ans Packen. Mit großen Stolz kann ich verkünden, dass ich tatsächlich all mein Zeug untergebracht habe (allerdings weiß ich nicht, ob solche Sachen wie Schokoladentafeln, Pumpernickel oder Müsliriegel diese Enge unbeschadet überstehen werden. Naja, essen kann man sie ja dann trotzdem noch 🙂

Und jetzt sitze ich ein letztes Mal im Gemeinschaftsraum, um das WLAN abzugaunern. Morgen muss ich dann früh raus, um mutterseelenalleine mit all meinem Gepäck in den Bus zu steigen. Das ist echt ein bisschen doof gelaufen: Alle anderen, die in den Süden fahren, können einen Bus benutzen. Der fährt aber leider nicht über Mbeya. Also werde ich 10 bis 12 Stunden alleine im Bus sitzen, um dann im Dunkeln anzukommen und zu hoffen, dass ich irgendwie zum Hostel komme, in dem ich die nächsten Tage bis Mittwoch übernachten soll. Es wird auf jeden Fall mal wieder ein Abenteuer und ich bin schon ein bisschen aufgeregt. Also: Drückt mir die Daumen!

Jetzt heißt es aber erstmal Abschied von all den lieben Menschen nehmen, die ich in diesen zwei Wochen kennengelernt habe. Ich hoffe, ich werde mit vielen von ihnen Kontakt halten können. Immerhin hat das auch eine praktische Seite: Man kann einfach überall zum Urlaub machen hinfahren und findet leicht eine Übernachtungsmöglichkeit. Und ganz nebenbei sind sie einfach cool. Auf dem Beitragsbild könnt ihr sie nochmal alle sehen. Danke für die schöne Zeit hier!

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Ein letztes Mal durch Morogoro

 

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