Ordnungsversuche

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Es gibt ein echt böses Problem: Wenn ich all die Erlebnisse hier aufschreiben wollte, würde ich fortan wohl nichts mehr erleben, weil ich ständig nur noch zuhause sitzen und auf dem Computer rumtippen würde. Also habe ich beschlossen, heute mal ein paar Themenkomplexe zusammenzufassen. Einiges wird euch vielleicht einen etwas besseren Überblick verschaffen, aber ich denke ehrlich gesagt, dass ein paar Dinge auch einfach nur verwirrend sind… Naja, damit müsst ihr jetzt leben. Als Ausgleich dafür werde ich euch mit ein paar Fotos belohnen, die zwar nichts mit den Themen im Text zu tun haben, aber einfach ganz schön sind. Also haltet durch!

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Da hat ein Chor dann einfach mal im Wasser getanzt… Auch gut!

Meine Fortschritte

Was ich schon gelernt/verstanden habe … und was noch nicht
Unnötige Wörter: „auswringen“ heißt zu Beispiel „kukamua“ und Sauermilch „maziwa gongo“ Wichtige Wörter, zum Beispiel würde es sich empfehlen „Gute Besserung“ mal zu lernen…
Die erste und die letzte Zeile des Vaterunsers auf Kiswahili Das Zeug dazwischen
Dass es mega unhöflich ist, zu Besuch zu kommen, dann aber nichts zu essen oder zu trinken Dass es echt in Ordnung ist, zu jeder Zeit und immer bei jedem reinzuplatzen. Noch traue ich mich das nicht immer.
Dass es unmöglich ist, das Angebot von Essen abzulehnen, egal wie wenig Hunger man hat Dass man erst alleine was Essen sollte, wenn man ganz sicher ist, dass einem von keiner Seite eine spontane Einladung blüht
Wie man Bohnen, Gemüse und Brot auf dem Kohlekocher zubereitet Wie man den Kohlekocher anbekommt
Das hier eigentlich alles (Bohnen, Reis, Gemüse, Bananen, Fisch, Fleisch, Brot) mit reichlich viel Öl zubereitet wird. Die Ausnahme bildet Ugali. Wie man Bananen, Fisch, Fleisch und Ugali zubereitet. Meine Ernährung setzt sich dementsprechend momentan vor allen Dingen aus Brot, Reis, Früchten und Einladungen zusammen.
Dass manchmal vormittags Wasser aus meinen Leitungen kommt Den Eimer voll Wasser ohne Zuhilfenahme der Hände vom See bis zum Haus auf dem Kopf zu tragen
Dass es super schnell geht und mega günstig ist, sich hier ein Kleid schneidern zu lassen Mir interessante Schnitte einfallen lassen
Mir interessante Schnitte für Kleider bei den Frauen aus dem Dorf abgucken Eine aussagekräftige Skizze zeichnen, mit der ich Neema erklären kann, wie ich mir das jetzt genau vorstelle
Frische Milch und frisches Brot zu kaufen Diese Schätze so zu verstauen, dass ihnen weder die Ameisen noch die Hitze etwas anhaben können

Zusätzlich: Aus umgekippter Milch Quark zu machen

Dass das Leben hier einfach früher beginnt: Ab spätestens halb sieben ist einfach jeder schon auf den Beinen Über den Lärm, der ab dieser Zeit vor meiner Haustür herrscht, hinwegzuschlafen, wenn ich frei habe
Ein ganz paar Worte Kinyakyusa (örtliche Stammessprache) – also m Groben sie Begrüßung In welcher Reihenfolge diese Begrüßungsformeln ausgetauscht werden (das Ganze kann sich über mehr als eine Minute hinziehen)
Dass es in der Tradition der Kinyakyusa ganz schön eindeutig ist, wenn eine Frau einem Mann beim Gespräch direkt in die Augen schaut Wie ich das vermeiden soll: Ich will den Menschen doch zeigen, dass ich sie ernst nehme und zu verstehen versuche!
Dass die Veranda JEDEN Tag gefegt werden muss WARUM???

 

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Da hatte doch tatsächlich jemand eine Unterwasserkamera dabei! Wenn die jetzt auch noch unter Wasser fokussiert hätte… Aber ich verkaufe das jetzt einfach mal als Kunst 😉

 

Meine Projekte:

Dazu muss ich jetzt natürlich sagen, dass das die Sachen sind, die mir jetzt grade so

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Der Weg nach Matema. An der Straße habe ich meine erste Mango gekauft.

spontan einfallen. Es gibt sicherlich noch viel mehr, was ich in diesem Jahr erreichen, lernen oder erleben möchte. Auf der anderen Seite ist mir klar, dass ich vieles von dem, was ich hier aufschreibe, nicht schaffen werde. Wie ihr gleich lesen werdet, sind groß und klein, wichtig und unwichtig, illusorisch und schnell zu erledigen bunt durcheinandergewürfelt. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz jetzt schon geschrieben habe, aber: Wir werden sehen!

  • Als Allererstes: KUJIFUNZA KISWAHILI! (also Swahili lernen – wenig überraschend)
  • Leute zu einem „deutschen Essen“ einladen: Mit Pumpernickel, Schokolade und Lakritz – die perfekte Kombi!
  • Lernen, wie man die Kohle zum Brennen bekommt
  • In den Chor gehen
  • Den Kindern hier im Dorf einen Schwimmkurs geben – ich hab extra eine Luftmatratze mitgenommen!

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    Der Weg nach Matema ein wenig später. Kein Teer mehr, aber die Aussicht ist immer noch super
  • Meine Ukulele zu benutzen
  • Nach Bolongwa und nach Tandala wandern – beides Dörfer, in denen andere deutsche Freiwillige leben
  • Mir gaaaanz viele coole Kleider schneidern lassen
  • Gaaaanz viele coole Frisuren ausprobieren
  • Ein Kollektenprojekt für das Krankenhaus auf die Beine zu stellen
  • Einem außerordentlich guten Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, der angeboten hat, innerhalb des Jahres herzukommen und im Krankenhaus zu operieren, die Reise zu ermöglichen
  • Mit ein paar andere Freiwilligen Weihnachten auf Matamba (einem kleinen Bergdorf)und Silvester auf Sansibar verbringen
  • Dem Pastor von Matema ermöglichen, dass er in Deutschland praktische Theologie studieren kann
  • Küche und Bad des Hauses zu streichen
  • Das Sofa im Wohnzimmer neu beziehen
  • Mir eine Bibel auf Swahili anschaffen und das Vaterunser auswendig lernen
  • Mit dem Kinyakyusa lernen anfangen
  • Upepo (das ist der Hund, der mich hier an dem ersten Tag quasi adoptiert hat) Sitz, Platz und Hol´s Stöckchen beizubringen
  • Bis Weihnachten Tanzen gelernt zu haben – vielleicht tanze ich dann mit ein paar
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    Der Weg ganz kurz vor Matema. Warum stellen wir nicht einfach mal ein Haus auf den Weg?

    Stundeten, die ich hier kennengelernt habe, auf deren Abschlussfeier!

  • Die Angst vor Reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu verlieren
  • Meine Familie sicher hierher lotsen, wenn sie mich dann besuchen kommt
  • Und zu guter Letzt: Die Motivation zu behalten, diesen Blog hier weiterzuschreiben!

 

Überraschungen?

Was hier (überraschend) ähnlich ist:

  • Auch hier hängen viele Leute für meinen Geschmack zu viel vor dem Smartphone, wenn man sich stattdessen auch unterhalten könnte – vorausgesetzt allerdings, dass sie eins haben
  • Der Humor der Menschen
  • Manchmal die Musik im Radio (viel Justin Biber)
  • Dass die Jugend sich über all die Regeln der älteren hinwegsetzt – zu Beispiel habe ich selbst hier in Matema schon Leute in Hotpants gesehen!
  • Die Krankenhauskleidung:
  • Viele tragen Klamotten aus deutschen Krankenhäusern wieder neu auf – inklusive der alten Namenschilder, die darauf genäht sind – guten Tag, Herr Müller!
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An diesem Tag hatten wir „rauen See“. Sieht auch ziemlich cool aus, oder?

Was hier (überraschend) anders ist:

  • Die Verlässlichkeit von Strom und Wasser
  • Der Geschmack von Reis, Milch und Bananen (alles viel leckerer hier!
  • Manchmal die Musik im Radio: Oder habt ihr schonmal deutsche Melodien von Kirchenliedern mit Text auf Kiswahili irgendwo dudeln gehört? Immerhin kann ich dann die Leute damit beeindrucken, in dem ich mitsinge!
  • Das Zeitverständnis
  • Das Aussehen von gekochten Eiern: Das Eigelb ist fast immer auch einfach weiß
  • Das Wetter (eindeutig nicht überraschend)
  • Die Häufigkeit von Mahlzeiten

 

Das kleine Beitragsspecial: Jungs

Da das hier echt ein bisschen anders läuft als im guten alten Europa (zumindest für mich), könnt ihr das hier als Erweiterung des letzten Abchnitts betrachten.Vielleicht gibt es andere, die es gewohnt sind, pro Tag mindestens eine Anmache, im besten Fall gleich einen Heiratsantrag zu bekommen, aber für mich ist es doch recht ungewohnt. Noch finde ich es vor allem lustig und überhaupt nicht unangenehm. Hier ein paar „Kurzgeschichten“, um euch auch in dieses Thema einen kleinen Einblick zu geben:

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Hier könnt ihr mein erstes Kleid dann auch mal von hinten bewundern – oder den Strand, was euch lieber ist  🙂

Numero 1:

In der zweiten Woche hier hatte ich mit einem Krankenpfleger zusammen Dienst, den ich vorher noch nicht gekannt hatte. Seinen Namen kann ich mir immer noch nicht merken, weil der aus dem Kinjakjusa stammt, aber für mich klingt das immer nach Sunnyboy – also nennen wir ihn jetzt einfach mal so. Der kam also eines Morgens ins Schwesternzimmer, setze sich neben mich und gab mir die Hand. Nachdem er sich bei mir (wie man sieht erfolglos) vorgestellt hatte, war das erste, was er mir über sich erzählte, dass er noch unverheiratet sei, im nächsten Jahr aber beabsichtige, sich eine Frau zu nehmen… und zwar einen Deutsche! Nun bedurfte es keiner besonderen Rechenkünste mehr, Eins und Eins zusammenzählen genügt: Im nächsten Jahr wird es zwei Weiße Frauen in Matema geben, die hier länger als eine Woche bleiben wollen. Das sind Heinke – bereits vergeben und, ohne ihr zu nahe zu treten zu wollen, nicht im gleichen Alter wie Sunnyboy – und mich. Daraufhin erklärte ich ihm, dass ich das nächste Jahr noch nicht vorhabe zu heiraten. Die Antwort darauf: „Jaja, ich weiß schon, dass ihr weißen Frauen keine schwarzen Männer heiratet.“ Da war ich schon ein bisschen platt: Sollte ich diesem Vorurteil jetzt widersprechen – wohlgemerkt auf Kiswahili – oder sollte ich das einfach so stehen lassen – dann hätte ich immerhin eine Ausrede gefunden. Im Endeffekt hab ich dann irgendetwas davon gefaselt, dass es nicht um die Hautfarbe, sondern um die Liebe ginge…  Was man halt so sagt. Dabei haben wir es dann erst einmal belassen. Allerdings scheinen die anderen Krankenpfleger auch von Sunnyboys Plänen zu wissen: Als wir nach der Arbeit zusammen zum Ausgang gingen und einigen von ihnen begegneten, fragte sie mich gleich, ob ich denn schon von den Heiratsplänen wüsste. Als ich antwortete, dass ich mir darüber noch nicht ganz so sicher wäre, lachten alle und schoben es darauf, dass Sunnyboy ja auch keinen Hintern habe – was dieser dann sogleich zu widerlegen versuchte…

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Der Mond geht über den Bergen auf! Ist das nicht awesome??? Bei der folgenden Geschichte war es allerdings noch etwas dunkler:

Numero 2:

In der dritten Woche hatte ich das erste Mal eine Schicht am Abend. Die geht eigentlich immer bis 19:00 Uhr, aber die Ablösung lässt sich für gewöhnlich etwas mehr Zeit. So stand ich also gegen viertel vor acht wieder vor dem Krankenhaus und machte mich auf meinen kurzen Heimweg. Nun war es ja aber schon völlig duster und hier kommt ein altes Vorurteil dann doch zumindest teilweise zum Tragen: Im Dunkeln kann man Schwarze Menschen zwar schon sehen – wenn man sich Mühe gibt zumindest – aber erkennen, um welche Person es sich denn jetzt genau handelt, ist für mich immerhin zum jetzigen Zeitpunkt noch unmöglich. Als ich also von einem jungen Mann angesprochen wurde, nahm ich automatisch an, diesen davor schonmal irgendwo getroffen zu haben und tauschte freundlich und selbstverständlich die Abendgrüße und etwas Smalltalk mit ihm aus. Damit gingen die zwei Minuten bis zu meinem Haus schnell vorbei, aber als ich mich verabschiedete und zur Seite abdrehen wollte, hielt er mich am Arm fest. Als ich seine Begründung dafür auf Swahili nicht verstand, versuchte er es auf Englisch: „I have a problem.“ Ich dachte sofort an finanzielle Probleme und hob schon an, um dieses Anliegen gleich höflich, aber entschieden abzuschmettern. Dann aber folgten die unglaublich romantischen Worte: „I want to have sexi with you!“ Bitte versetzt euch jetzt mal, so gut das eben geht in meine Situation: Ihr trefft einen Menschen auf der Straße, den ihr nicht kennt oder an den ihr euch zumindest nicht mehr erinnern könnt. Ihr führt etwa so ein Gespräch:

„Wie geht’s dir heute Abend so?“
„Gut. Wie geht’s dir heute Nacht so?“
„Gut. Wie sind die Neuigkeiten von der Arbeit?“
„Gut. Und deine?“
„Gut. Gute Nacht dann.“
„Warte! Ich habe ein Problem: Ich will Sexi mit dir haben.“ (ohne das „i“ am Sex ist n diesem Fall einfach nicht zu vernachlässigen!)

Wie hättet ihr reagiert? Ich war jedenfalls etwas perplex und starrte ihn deswegen natürlich auch noch direkt an – auch nicht die beste Idee, wie ihr bereits aus Tabelle Nr. 1 erfahren habt. Dann aber besann ich mich und führte meinen ursprünglichen Plan durch, den ich für den „Geldfragefall“ vorgesehen hatte, nur dass ich die Höflichkeit nun wegließ. Ich verwendete das einzige Wort, dass Changuo (Sprachlehrer in Morogoro – für die, die´s schon vergessen haben) uns zwar gelehrt, gleichzeitig aber sehr von dessen gebrauch gewarnt hatte: „Taka“ bedeutet wollen. Hier will man aber eigentlich nie etwas, sondern liebt es nur. Wenn man also „Taka“ benutzt, ist die Freundschaft zum Gesprächspartner schon echt in Frage gestellt. Da ich auf die Freundschaft meines nächtlichen Begleiters aber gut und gerne verzichten konnte, verkündete ich laut und deutlich: „Sitaki!“ (= ich will nicht). Da war er schon ein bisschen erstaunt. Dreimal fragte er mich noch, ob ich ihn denn wirklich verstanden hatte, während ich mich bereits umdrehte und zum Haus stapfte. Dieses Ereignis hat mir nochmal klargemacht, dass Männer es hier oft nicht gewohnt sind, dass Frauen „Nein“ sagen könnten. Naja, ich bin wirklich dazu bereit, mich hier an viele kulturelle Gebräuche anzupassen, aber in diesem Punkt bleibe ich dann doch stur.

Numero 3:

Jetzt zur neusten Geschichte: Gestern Abend hat Friedhelm mir eine SMS gezeigt, die auf seinem Handy angekommen ist:

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Übersetzt: Pastor (gemeint ist Freidhelm), wurden diese beiden schon verheiratet? Mwagoka (=Name) will eine. Er hat also auch das unhöfliche Wort (taka) verwendet!

 

Jetzt zum Hintergrund: Mwangoka ist ein Typ, der hier mit einer der zahlreichen Chöre ein Videoshooting veranstaltet hat. Dabei haben ich und ein anderes weißes Mädchen, dass hier grade im Hotel wohnt, zugeguckt. Obwohl ich mich langsam daran gewöhne, sind wir natürlich wie immer als bunte (oder halt weiße) Hunde aufgefallen – anscheinend auch jenem Mwangoka, der sich dann prompt mal zuerst an den Dorfpastor, also Emmanuel, mit dem ich mich sehr gut verstehe, und nachdem von diesem keine Antwort kam, an Friedhelm gewandt hat, um mal vorsichtig vorzufühlen. Am liebsten hätte ich ihm gleich selbst über Friedhelms Handy geantwortet – da hätte er wohl sicher nicht schlecht gestaunt – hab es dann aber doch beim Abfotografieren der Nachricht belassen. So könnt ihr nun, wenn schon nicht meinen ersten, so aber doch meinen bisher offiziellsten Heiratsantrag bewundern.

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Das schöne Foto habt ihr euch nach den langen „Kurz“geschichten aber auch echt verdient!

4: Zum Abschluss noch schnell eine WIRKLICH kurze Geschichte, um zu beweisen, dass es hier auch andere Menschen und Männer gibt und um die vielleicht durch meine Geschichtchen entstandenen Vorurteile wieder ein bisschen abzubauen:

Ich weiß nicht, ob ich schon einmal davon erzählt habe, aber vor zwei Wochen oder so hat ja auch der hiesige Jungendchor ein Musikvideo am Strand aufgenommen. Wie schon oft habe ich mich auch hier an den Strand gesetzt und zugeguckt. Plötzlich saß ein sehr netter Typ neben mir, der hervorragend Englisch sprach und mit dem ich mich dementsprechend die ganze Zeit unterhalten habe. Es war richtig nett und am Ende hat er mich dann zum Essen zu sich nach Hause eingeladen. Sofort wurde ich skeptisch. Wenn man hier nämlich als Frau und Mann zusammen in ein Haus geht und die Tür schließt, ist das noch eindeutiger als das direkte Angucken. Er hatte mir noch gar nichts von seiner Familie erzählt – hatte er denn überhaupt eine? Musste ich mir Sorgen machen? Zum Glück konnte ich das mit dem Essen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, wenn ich mir der Sache sicherer wäre. Das war dann drei Tage später auch der Fall, als ich ihn am Sonntag in der Kirche wiedererkannte: Ich hatte mit dem Pastor, also Emmanuel gesprochen! Da hab ich mich echt wie eine Idiotin gefühlt. Der hat natürlich eine Frau und wohnt direkt bei mir gegenüber! Ich hätte ihn schon bei unserer ersten Begegnung sofort erkennen müssen. Nachdem dieses Missverständnis aber geklärt ist, verstehe ich mich immer besser mit ihm. Seine Frau ist ebenfalls super nett, auch wenn sie leider kein Englisch versteht. Aber was heißt hier eigentlich leider? Das wird schon bald kein Problem mehr darstellen.

Abschließend könnte man Diesen Themenkomplex also folgendermaßen beschreiben: Manchmal interpretiert man also einfach mehr in die Situation, als da ist – mal auf der einen, mal auf der anderen Seite.

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Meine Fußspuren. Es geht voran.

Ende Gelände

So, das waren die Statistiken nach guten drei Wochen Matema. Heute werde ich das Dorf dann auch zum ersten Mal wieder verlassen: Es geht mit Friedhelm, also meinem Mentor, nach Mbeya. Wir setzten dort meinen Boss, den Afrikareferenten des Berliner Missionswerkes, am Flughafen ab und haben dann noch ein bisschen Zeit, ein paar Sachen zu erledigen: Geld abheben und schoppen also… Vielleicht sitze ich heute Abend also mal wieder mit Äpfeln und Orangen auf dem Bett  🙂

Euch erstmal einen ganz guten Start in die Woche!

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Dirck Ackermann sagt:

    Tja, eben sehr begehrt, meine Tochter. Nimm es weiter mit Humor!

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  2. Carla: Gerne mehr solch tolle Geschichten!

    Gefällt mir

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