Weihnachten zuhause

Die Schuhe stehen schief im Flur
Gestapelt so wie immer.
Ich schmeiße meine noch dazu
Davon wird’s auch nicht schlimmer

Mama wartet an der Tür
Bevor der Rucksack abgenommen,
Umarmt sie mich – hat nicht lang gebraucht:
Hier bin ich angekommen.

Ich war schon lange nicht mehr hier
Doch alles ist wie immer
Die gleiche Matte vor der Tür
An der Wand hängen Bilder – ein paar sind von mir
Es riecht schon nach Essen, nicht wie hin da!

Wir essen Suppe, wir trinken Sekt,
Ich erzähle paar Sachen, meist schöne
Papa erzählt, Oma ist keck
Und Mama will Schwiegersöhne

Im Kühlschrank Käse – ein guter Tag!
Und nach einer entspannten Nacht
Geht’s morgen dann auf Entenjagd –
Für Frieda und Berta ist bald Schicht im Schacht.

Nach dem Frühstück (seit Wochen nicht getan)
Den Weihnachtsbaum stellen und schmücken
Papa und Jose müssen Greta ankarrn,
Um Oma stark zu beglücken

Ich finde kein einziges gutes Gedicht
Und so schreibe ich ein neues.
Ob das nun besser ist weiß ich nicht,
Aber Hauptsache Mama freut es

Vor einem Jahr saß ich woanders
Es war ein bisschen wärmer dort.
Und obwohl es da schön war kann man das
Schon sagen: Dieses Jahr ist’s schön an diesem Ort.

Ich bin so froh, dass wir uns haben
Dass wir, wo immer wo immer wir auch sind
Schlägt und das Leben mal in den Magen
Uns ausheulen, lästern, beraten, versöhnen
Können – heut wir alle sechs und das Jesuskind.

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